Sonntag, 29. Juni 2014

Tagebuch eines Goblins VI

… ich hätte drauf wetten sollen. Neben seinen „Buddies“, die ohne Ausnahme mit auf die Man´s Promise Wechseln, werden auch Crost, Tork, Walbur, Reckless, Sandara, Barefoot, Rosie, Ambrose und ich mit rüber gehen. Das wird ganz böse enden …

Schnell packen wir zusammen und schaffen unsere Sachen auf die Man´s Promise. Unentdeckt schaffe ich es gerade noch Yoda, meinen Schildkrötenfreund, mit rüberzulocken. Ich hoffe er gewöhnt sich schnell an die neue Umgebung!

Das ich das mal Schreibe, wer hätte das gedacht? Bei Harrigan war es viel schöner als hier. Dabei ist nicht mal ein Tag rum.
Kaum ist die Wormwood außer Sichtweite, lässt Plugg die Peitschen knallen, alle Antreten und hält eine Ansprache, über die man eigentlich lachen sollte … leider meint er jedes Wort ernst. Harrigan hatte schon ein hartes Regiment geführt, doch Plugg setzt dem Ganzen die Krone auf. Hier gibt’s nichts mehr zu lachen. Gerade unsere Gruppe wird das Ziel dieser Fahrt ganz bestimmt nicht erleben!

So ein gerissener Schweinehund! Alle müssen in den Quartieren schlafen, so hat er uns alle gut unter Kontrolle. Damit wir auch schön brav sind, weilen Sandara und Barefoot als Geiseln in der Offizierskabine. So langsam bekomme ich echte Bauchschmerzen, die sich noch drastisch verschlimmern, nachdem uns Plugg einen Vorgeschmack auf die kommende Zeit gibt …
… Crost bekommt neun verdammte Schläge bei der Bloody Hour. Warum? Er hat Plugg … oh pardon, KAPITÄN Plugg, einen Vorschlag unterbreitet. DAS ist natürlich immer mal neun Schläge wert! Sadistisches A…pieeep…!

Nach einem Tag voller harter Arbeit, Schikanen und Schlägen, sitzen wir im Quartier und reden uns die Köpfe heiß. Pläne über geknackte Schlösser, befreite Geiseln und rollende Köpfe werden erdacht, geändert und wieder verworfen. Keiner hat die Abwesenheit von Crost bemerkt, bis dieser plötzlich im Raum steht. Unter seinem Gesichtsfell sieht er irgendwie etwas bleicher aus als sonst.
Alle lauschen gebannt seinen Worten, als Crost erzählt wie er sich über das Schiff geschlichen hat, Plugg und seine Schergen belauscht und schließlich glücklich wieder bei uns anlangte.

Der Inhalt des belauschten Gespräches ist wenig überraschend  und bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen. Bringt aber dennoch Gewissheit und endlich den notwendigen Biss in die Gruppe, noch in derselben Nacht zu handeln.
Wieder werden Pläne geschmiedet, um dieses Mal aber auch in die Tat umgesetzt zu werden. Zusätzlich wird Jack Scrimshaw zum Schlösser knacken engagiert.
Als auf dem Schiff etwas Ruhe einkehrt und im Quartier alle Feinde schlafen, schleichen wir uns raus.
Quer durch den Laderaum gelangen wir in den Raum unter dem Offiziersquartier.  Jack knackt das Schloss der Falltür und die Aktion „Befreiung der Geiseln“ nimmt seinen Lauf …

… leider ist es im gleichen Moment mit der Heimlichkeit aus und unser genialer Plan im Eimer! Drauf geschissen, Improvisation und spontane Aktion ist eh viel effektiver!
Schnell tummeln sich zu viele Leute auf engstem Raum im Offiziersquartier, das Licht geht aus, Stahl klirrt auf Stahl, Leute winden sich fluchend aus ihren Hängematten!
Zauber fliegen und als die Laterne wieder brennt, gehört der Raum uns! Über das Schiff erschallen laute Warnrufe und schnelle Schritte dröhnen auf Deck. Sandara und Barefoot übernehmen die Kontrolle über die Gefangenen. Der Rest von uns stürmt die Leiter wieder hinunter, gerade rechtzeitig um auf unseren lieben KAPITÄN  Plugg und einige „wohlgesonnene“ Mannschaftsmitglieder zu treffen.
Schnell und kompromisslos schalten wir Plugg und zwei, drei andere aus … oh man, ich kann mir gut einige Leute vorstellen, die diese ganze Sauerei wieder säubern dürfen … vielleicht mit einer klitzekleinen Bürste …


Verschlafen und geschockt starrt uns die restliche Crew an, leistet für den Moment keinen Widerstand und mit einem gewissen Stolz kann ich verkünden, DAS SCHIFF GEHÖRT UNS!!!!

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